eingetragen am Sonntag, den 9. August 2009 um 09:56 Uhr
Was habe ich nicht alles schon gelästert über diese Stadt. Kein Nachtleben, ungeeignet für Studenten, aber vor allen Dingen: hässlich! Jetzt sehe ist das Ganze ein klein wenig anders. Ich meine, Nachtleben gibt es immer noch so gut wie keins, aber dass Krefeld hässlich ist, muss ich wohl zurücknehmen. Natürlich gibt es die Stahlwerke von ThyssenKrupp und die Chemieanlage von Bayer und (um mal ein Beispiel zu nennen, was nicht in einem Außenbezirk liegt) das Seidenweberhaus und die Kaufhoffassade, die allesamt nicht zu Krefelds Schönheit betragen, aber dafür die Parkanlagen.Krefeld ist laut eigener Aussage die zweitgrünste Stadt in Deutschland. Ich hab mich also mal auf mein Fahrrad geschwungen und versucht, das zu erkunden. Nach dieser Tour frage ich mich nur: Wo ist die grünste Stadt Deutschlands. Grüner kann eigentlich nur eine Stadt in der Eifel sein, deren Fläche ungefähr so groß ist wie Köln, aber deren Bebauung nicht über 15 Einfamilienhäuser hinausgeht.
Vor einiger Zeit warb Krefeld mit dem Slogan „Krefeld – schön hier“ für sich. Habe ich damals noch gelacht, muss ich heute sagen: stimmt!
Die folgenden Bilder sind nahezu alle auf dem direkten Weg von meiner Arbeitsstelle zu meiner Wohnung entstanden. Dabei bin ich allerdings nicht über die großen Hauptstraßen gefahren, sondern immer so einen bis zwei Häuserblöcke parallel dazu.
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Nachdem ich lange Zeit im Ausland verbracht habe, bekam ich nun die Quittung dafür in Person eines Gastes von der grünen Insel. Der Besuch war für Volker und mich extra mit dem Flugzeug gekommen, um mit uns ein Herbstwochenende in Bonn und Köln zu verbringen. Unser Besucher hört auf den Namen Tony. Er ist Redemptorist, 29 Jahre alt und ist wohnhaft in Scala in Cork.
Am nächsten Tag hieß es dann Shopping & Sightseeing in Köln. Man war das eine Lauferei! Kölner Dom hoch, Kölner Dom runter, jede noch so kleine Nebengasse durchlaufen, alle Märkte abgeklappert und schließlich den Dom dann auch noch von innen betrachtet (nicht nur von oben). Nachdem wir Köln abgegrast hatten, fuhren wir nach Bonn auf Sightseeing Tour und zogen uns anschließend total erschöpft eine Pizza und DVD rein. „Erschöpfung“ war Volkers Stichwort und so bekam er gerade einmal die erste halbe Stunde von „The good shepherd“ mit, aber auch ich hätte mal besser geschlafen, denn den roten Faden hatte ich auch schnell verloren.