Na das kann ja heiter werden
eingetragen am Mittwoch, den 9. Januar 2008 um 14:49 Uhr



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Köln bei Nacht Köln bei Nacht

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Zuletzt bearbeitet am 1. Januar 2008
Bonn bei Nacht Bonn bei Nacht

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Zuletzt bearbeitet am 6. Dezember 2007
Besuch aus Irland
eingetragen am Sonntag, den 11. November 2007 um 22:56 Uhr

Nachdem ich lange Zeit im Ausland verbracht habe, bekam ich nun die Quittung dafür in Person eines Gastes von der grünen Insel. Der Besuch war für Volker und mich extra mit dem Flugzeug gekommen, um mit uns ein Herbstwochenende in Bonn und Köln zu verbringen. Unser Besucher hört auf den Namen Tony. Er ist Redemptorist, 29 Jahre alt und ist wohnhaft in Scala in Cork.

Freitags holten wir ihn gemeinsam vom Bahnhof in Siegburg ab, nachdem er das hessische Bornheim in Frankfurt mittags verlassen hatte. Dort konnten wir uns gleich bei ihm für das irische Wetter bedanken, das er uns als Gastgeschenk mitgebracht hatte. Trotz des Nebels und des Regens schafften wir es sicher im Feierabendverkehr in das einzig wahre, rheinische Bornheim, wo schon Volkers Mutter mit dem Klassiker unter den rheinischen Spezialitäten – Mettbrötchen – auf uns wartete. Tony war doch reichlich überrascht, dass wir „raw meat“ einfach so essen, ohne davon krank zu werden. Nach dieser Stärkung ging es dann ab nach Bonn aufs Eis. Nach einigen Runden Schlittschuh laufen, beschlossen wir, dass wir am Glühweinstand wohl eine bessere Figur machten, außerdem wollten wir uns ja auf das anschließende Bonner Nachtleben vorbereiten.

Am nächsten Tag hieß es dann Shopping & Sightseeing in Köln. Man war das eine Lauferei! Kölner Dom hoch, Kölner Dom runter, jede noch so kleine Nebengasse durchlaufen, alle Märkte abgeklappert und schließlich den Dom dann auch noch von innen betrachtet (nicht nur von oben). Nachdem wir Köln abgegrast hatten, fuhren wir nach Bonn auf Sightseeing Tour und zogen uns anschließend total erschöpft eine Pizza und DVD rein. „Erschöpfung“ war Volkers Stichwort und so bekam er gerade einmal die erste halbe Stunde von „The good shepherd“ mit, aber auch ich hätte mal besser geschlafen, denn den roten Faden hatte ich auch schnell verloren.

Sonntag fuhren wir dann zur Redemptoristenkirche nach Bonn. Wir feierten die Heilige Messe und machten mit Pater Langer eine Hausführung in Schule und Kloster mit anschließendem Mittagessen im Kloster. Vom Kloster aus ging es für Volker auf den Drachenfels. Ich ging währenddessen zu den Telekom Baskets, die (natürlich) gewannen. Vom Drachenfels konnte sich Tony dann einen guten Eindruck von der Schönheit unserer Region machen. Er konnte das herbstliche Rheintal, das Siebengebirge und Bonn von oben betrachten und trotz durchwachsenen Wetters konnte man bis nach Wachtberg sehen. Und auch eine Zahnradbahn war unserem Iren eher unbekannt.

Anschließend trafen wir uns in Bonn alle wieder und dann stieß auch noch Vera, die für ein Jahr Aupair in Cork war, zu uns für den Abend. Der Abend war jedoch nicht sehr lange, weil alle am nächsten Morgen früh raus mussten. So musste ich den Zug von Bonn nach Krefeld nehmen, um am nächsten Morgen pünktlich um 7 Uhr bei Siemens zu beginnen. Leider gehen ja bekanntlich die schönsten Momente am schnellsten vorbei.


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Besuch aus Irland Besuch aus Irland

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Galerie über den Besuch von Tony bei Volker und mir

Zuletzt bearbeitet am 11. November 2007
The power of caffeine
eingetragen am Dienstag, den 6. November 2007 um 17:51 Uhr

„Montagmorgen, 8 Uhr 10, und die Woche nimmt kein Ende!“, so beschrieb ein guter Freund von mir das Phänomen des Montags.
Mein Leben hat sich ein klein wenig verändert. Mein Montag beginnt nicht mehr gemütlich um 8:10 Uhr, sondern etwas radikaler und ungemütlicher.
5:45 Uhr, es klingelt der Wecker. Er reißt mich aus dem tiefsten Tiefschlaf. Meine Güte, weiß mein Wecker denn nicht, dass ich ein „Abendmensch“ bin, das hab ich doch im Vorfeld meines Studiums in einem Workshop herausgefunden. Was soll’s, er wird es nicht einsehen und schaltet gleich darauf den Turbo ein, so dass ich alleine durch die Schallwellen des Dauergepiepes durch mein Bett geschleudert werde. Es entsteht nun ein kleiner, aber intensiver Kampf, der stets damit endet, dass mein Wecker an der gegenüberliegenden Wand in seine Bestandteile zerfällt, beschleunigt durch eine Kraft, die ich mir gar nicht zugetraut hätte, vor allem nicht in diesem Zustand.
Also steh ich mal auf, es hilft ja alles nichts. Langsam den Oberkörper aufrichten, Füße aus dem Bett nehmen, den rechten Fuß in den linken Schlappen setzen, den linken demzufolge in den rechten. Irgendwas stimmt hier nicht. Ach so, ich hab den rechten Schlappen links angezogen, dann muss ich den also mal schnell auf den rechten Fuß ziehen. Bewaffnet mit zwei Schlappen am rechten Fuß und keinem am linken stolpere ich langsam, aber bestimmt ins Badezimmer. Die Helligkeit ist überwältigend. Ich schlurfe auf meinen eigentlichen Wecker zu, den Spiegel. Ein Blick hinein, ich erschrecke mich zu Tode und bin gleich darauf hellwach. Erster Gedanke: Wer zerzaust mir eigentlich nachts immer so meine Haare? Das einzige andere Lebewesen, das ich sehen kann, ist Bugs Bunny auf meinem T-Shirt.
Zeitsprung: 15:00 Uhr. Sieben Stunden harte Mechanikerarbeit liegen hinter mir, drei Stunden prüfungsvorbereitender Fachkundeunterricht liegen noch vor mir. Lehrer: Der gute Herr Heyer. Er kann ja fast nix dafür, aber der Name ist Programm, egal ob ich Heia mache oder einfach nur schlafen gehe, der Unterricht lässt Sehnsüchte an meinen guten alten Wecker entstehen. Hätte ich ihn nur nicht in die ungewollte Symbiose mit Wand und Fußboden geführt. Langsam, aber sicher erscheinen auf den Tischen Thermoskannen und Redbull, in der Pause wird der Kaffeeautomat geplündert und die Schachtel Pocket-Coffee geht durch die Reihen.
18 Uhr: Endlich Feierabend. Wir kamen im Dunkeln, wir gehen im Dunkeln, Herbst ist echt was für Depressive. Jetzt geht der Spaß eigentlich aber erst richtig los. Ich lasse mich bis zum Hauptbahnhof mitnehmen, hetze zur Straßenbahn und fahre nach Hause. Dort angekommen bleibt mir eigentlich auch keine Zeit, noch nicht einmal zum Umziehen. Ich packe nur schnell meine Fechttasche und begebe mich in Arbeitskleidung zum Sport. Wenn ich dann um halb zehn endlich fertig und wieder zuhause bin, möchte ich eigentlich nur noch schlafen gehen. Aber da ist noch so ein Chaos auf meinem Fußboden. Kleine Zahnrädchen und Federn, Plastik, Batterien und LCD-Display schreien förmlich danach, wieder zusammengesetzt zu werden. Ich mach es, obwohl es eigentlich sinnlos ist, morgen fliegt das blöde Teil wieder gegen die Wand!


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Krefeld
eingetragen am Donnerstag, den 18. Oktober 2007 um 17:20 Uhr

„Wer kennt das noch nicht? Nun zeigen Sie schon auf! Ich kenn Ihre Namen sowieso nicht. Ich rufe auch nicht Ihre Eltern an.“ (Prof. Dr. rer. nat. habil Karlheinz Schüffler, 18.10.07)
Da bin ich also wieder, lange hat man von mir nichts mehr gehört. Das lag wohl zum Einen daran, dass ich seit Anfang Juli zwischen zwei Kontinenten, drei Staaten, vielen Küsten und noch mehr Städten hin- und hergejettet bin. Von Philadelphia über San Diego, San Francisco, wieder Philadelphia und Frankfurt nach Bornheim. Von da aus über Weeze und Shannon nach Cork und wieder zurück und danach über Düsseldorf und Dublin nach Limerick und wieder zurück. Und jetzt bin ich in Krefeld ...
Krefeld, eine Stadt, deren Schönheit allein durch meine bloße Anwesenheit verdoppelt wird. Und jetzt mal ehrlich (trotz aller Arroganz meinerseits): das will schon was heißen. Eine Stadt etwas kleiner als Bonn, die als touristisches Highlight eine schwer verdreckte Statue eines Seidenwebermeisters aus längst vergangener Zeit vorzuweisen hat. Eine Stadt, in der man sich (gerade als Student) wunderbar das Biertrinken abgewöhnen kann, da der Geruch von halbfertiger Biermaische über der gesamten Hochschule liegt. Eine Stadt, bei der schon abends um sechs Uhr die Bürgersteige hochgeklappt werden.
Aber was soll das ganze Geläster? Krefeld, eine Stadt, die meine neue Heimat ist – zumindest für die nächsten vier Jahre.
„Psst! Hat der gerade ‚Krefeld’ und ‚Heimat’ in einem Satz benutzt? Wer studiert denn freiwillig in Krefeld?“ – Naja, so ganz freiwillig bin ich ja auch nicht hier. Eine kleine unbedeutende Firma namens SIEMENS hat mich mehr oder weniger dazu verdonnert. Aber die dürfen das auch. Schließlich mache ich ja auch noch eine Ausbildung da und die bezahlen mich fürs Studieren.
Also, ich will ja mal nicht meckern. Ich hab einen Studienplatz, ich hab einen Ausbildungsplatz, ich bekomme monatlich Geld und ich mache endlich wieder vernünftig Sport.

Irland 2007 Irland 2007

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Bilder von meinem Kurzurlaub Ende Juli beim Volker und der Rückreise vom Internationalen Jugendtreffen der Redemptoristen in Limerick

Zuletzt bearbeitet am 22. August 2007
Urlaub
eingetragen am Montag, den 9. Juli 2007 um 05:18 Uhr

Aus dem Zivildienstgesetz (§14c): „Anerkannte Kriegsdienstverweigerer (KDV) werden nicht zum Zivildienst herangezogen, wenn sie sich [...] zu einem freiwilligen Dienst nach dem Gesetz zur Förderung des FSJ verpflichtet haben. Der Dienst [...] hat eine ganztägige, auslastende Hilfstätigkeit über mindestens zwölf Monate einschließlich einer pädagogischen Begleitung mit einer Dauer von 25 Tagen sowie 26 Tagen Urlaub zu umfassen.“
26 Tage Urlaub ... ich glaube, die haben wir voll ausgenutzt. Mal davon abgesehen, dass auch viele Menschen nach Philadelphia fahren, um dort Urlaub zu machen, waren wir in New York, Washington, Boston, Chicago und jetzt an der Westküste der USA, in San Diego und San Francisco. Nach meiner Rückkehr nach Deutschland werde ich dann noch einen drauf legen und mich zweimal für jeweils eine Woche nach Irland verabschieden. Innerhalb der 12 Monate meines FSJs werde ich mindestens 15 mal ein Flugzeug und 9 mal einen Zug bestiegen haben, mich so um die 65 Stunden in der Luft und ca. 80 Stunden auf der Schiene aufgehalten haben. Aber genug der Zahlen, zurück zum Urlaub!
Wir waren in der „City of brotherly love“ (Philly), der „Windy city“ (Chicago) und der „Fog city“ (San Francisco). Und leider machte jedes Mal der Name Programm. In Philly laufen haufenweise Schwule rum, Chicago ist übelst windig und daher sehr kalt und bis jetzt konnten wir die Golden Gate Bridge noch nicht ohne Nebelschleier betrachten. Das Wetter ist aber auch sehr eigenartig. San Francisco ist mehr oder weniger dauerhaft in Nebel getaucht, während auf der anderen Seite der Golden Gate Bridge dauerhaft die Sonne scheint. Aber immerhin haben wir sie gesehen. Genauso wie einen Haufen sehr sehr großer Bäume in einem Nationalpark, die berühmten Cable Cars, die kurvenreichste Straße der Welt und morgen kommt auch noch Alcatraz.
Aber ich sollte auch San Diego nicht vergessen. Direkt an der mexikanischen Grenze gelegen, herrscht dort ein herrliches Wetter: Nie Schnee, fünf Tage Regen im Jahr, 365 Tage im Jahr 22°C als Durchschnittstemperatur und direkt am Strand. Dort (am Strand) haben wir dann auch den amerikanischen Unabhängigkeitstag gefeiert, zusammen mit 500000 anderen Menschen aus der ganzen Welt. Nette Party, mal davon abgesehen, dass um Punkt 8 Uhr abends ein Helikopter über den Strand flog und uns erklärte, dass Alkoholkonsum am Strand ab 8 Uhr verboten sei und das wurde dann auch noch von einer Menge Polizei überwacht, etwas nervig, aber trotzdem hatten wir eine Menge Spaß.


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San Francisco San Francisco

23 Bilder

Viele schöne Bilder aus "The Fog City", der Nebelstadt San Francisco

Zuletzt bearbeitet am 9. Juli 2007