Kategorie: Rheinland
Krefeld - schön hier
eingetragen am Sonntag, den 9. August 2009 um 09:56 Uhr
Was habe ich nicht alles schon gelästert über diese Stadt. Kein Nachtleben, ungeeignet für Studenten, aber vor allen Dingen: hässlich! Jetzt sehe ist das Ganze ein klein wenig anders. Ich meine, Nachtleben gibt es immer noch so gut wie keins, aber dass Krefeld hässlich ist, muss ich wohl zurücknehmen. Natürlich gibt es die Stahlwerke von ThyssenKrupp und die Chemieanlage von Bayer und (um mal ein Beispiel zu nennen, was nicht in einem Außenbezirk liegt) das Seidenweberhaus und die Kaufhoffassade, die allesamt nicht zu Krefelds Schönheit betragen, aber dafür die Parkanlagen. Krefeld ist laut eigener Aussage die zweitgrünste Stadt in Deutschland. Ich hab mich also mal auf mein Fahrrad geschwungen und versucht, das zu erkunden. Nach dieser Tour frage ich mich nur: Wo ist die grünste Stadt Deutschlands. Grüner kann eigentlich nur eine Stadt in der Eifel sein, deren Fläche ungefähr so groß ist wie Köln, aber deren Bebauung nicht über 15 Einfamilienhäuser hinausgeht. Vor einiger Zeit warb Krefeld mit dem Slogan „Krefeld – schön hier“ für sich. Habe ich damals noch gelacht, muss ich heute sagen: stimmt!
Die folgenden Bilder sind nahezu alle auf dem direkten Weg von meiner Arbeitsstelle zu meiner Wohnung entstanden. Dabei bin ich allerdings nicht über die großen Hauptstraßen gefahren, sondern immer so einen bis zwei Häuserblöcke parallel dazu.
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Besuch aus Irland
eingetragen am Sonntag, den 11. November 2007 um 22:56 Uhr
Nachdem ich lange Zeit im Ausland verbracht habe, bekam ich nun die Quittung dafür in Person eines Gastes von der grünen Insel. Der Besuch war für Volker und mich extra mit dem Flugzeug gekommen, um mit uns ein Herbstwochenende in Bonn und Köln zu verbringen. Unser Besucher hört auf den Namen Tony. Er ist Redemptorist, 29 Jahre alt und ist wohnhaft in Scala in Cork.
Freitags holten wir ihn gemeinsam vom Bahnhof in Siegburg ab, nachdem er das hessische Bornheim in Frankfurt mittags verlassen hatte. Dort konnten wir uns gleich bei ihm für das irische Wetter bedanken, das er uns als Gastgeschenk mitgebracht hatte. Trotz des Nebels und des Regens schafften wir es sicher im Feierabendverkehr in das einzig wahre, rheinische Bornheim, wo schon Volkers Mutter mit dem Klassiker unter den rheinischen Spezialitäten – Mettbrötchen – auf uns wartete. Tony war doch reichlich überrascht, dass wir „raw meat“ einfach so essen, ohne davon krank zu werden. Nach dieser Stärkung ging es dann ab nach Bonn aufs Eis. Nach einigen Runden Schlittschuh laufen, beschlossen wir, dass wir am Glühweinstand wohl eine bessere Figur machten, außerdem wollten wir uns ja auf das anschließende Bonner Nachtleben vorbereiten.
Am nächsten Tag hieß es dann Shopping & Sightseeing in Köln. Man war das eine Lauferei! Kölner Dom hoch, Kölner Dom runter, jede noch so kleine Nebengasse durchlaufen, alle Märkte abgeklappert und schließlich den Dom dann auch noch von innen betrachtet (nicht nur von oben). Nachdem wir Köln abgegrast hatten, fuhren wir nach Bonn auf Sightseeing Tour und zogen uns anschließend total erschöpft eine Pizza und DVD rein. „Erschöpfung“ war Volkers Stichwort und so bekam er gerade einmal die erste halbe Stunde von „The good shepherd“ mit, aber auch ich hätte mal besser geschlafen, denn den roten Faden hatte ich auch schnell verloren.
Sonntag fuhren wir dann zur Redemptoristenkirche nach Bonn. Wir feierten die Heilige Messe und machten mit Pater Langer eine Hausführung in Schule und Kloster mit anschließendem Mittagessen im Kloster. Vom Kloster aus ging es für Volker auf den Drachenfels. Ich ging währenddessen zu den Telekom Baskets, die (natürlich) gewannen. Vom Drachenfels konnte sich Tony dann einen guten Eindruck von der Schönheit unserer Region machen. Er konnte das herbstliche Rheintal, das Siebengebirge und Bonn von oben betrachten und trotz durchwachsenen Wetters konnte man bis nach Wachtberg sehen. Und auch eine Zahnradbahn war unserem Iren eher unbekannt.
Anschließend trafen wir uns in Bonn alle wieder und dann stieß auch noch Vera, die für ein Jahr Aupair in Cork war, zu uns für den Abend. Der Abend war jedoch nicht sehr lange, weil alle am nächsten Morgen früh raus mussten. So musste ich den Zug von Bonn nach Krefeld nehmen, um am nächsten Morgen pünktlich um 7 Uhr bei Siemens zu beginnen. Leider gehen ja bekanntlich die schönsten Momente am schnellsten vorbei.
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Phantoms 66, Baskets 73
eingetragen am Sonntag, den 31. Dezember 2006 um 19:59 Uhr
Ich wusste ja schon immer, dass ich überdimensional große Füße habe, aber bei jemandem, der noch knappe 20cm länger ist als ich, hätte ich auch größere Füße erwartet. Aber langsam und von vorne. Da ich mich ja nun für gute zwei Wochen auf Heimaturlaub befinde, wollte ich ja unbedingt ein Spiel der Baskets sehen. In der Zeit ist doch tatsächlich kein Heimspiel und so musste ich mich in Begleitung von Thiemo auf den langen und beschwerlichen Weg nach Braunschweig machen. Abfahrt des Busses war 11 Uhr am Landesbehördenhaus, wir kamen um fünf vor elf an und haben es dann doch noch geschafft mit etwas Glück, der nötigen Autorität und ein wenig Umgesetze zwei Sitzplätze nebeneinander zu ergattern. So gestaltete sich die Fahrt zwar lang und anstrengend, aber Dank der Fangesänge und allen Mallorca- und Schlagerkünstlern durchaus nicht unlustig. In Braunschweig angekommen stellte man zunächst fest, dass wir noch knappe drei Stunden bis Anpfiff hätten und dass die einzigen Fahnen, die wir mit hatten, aus unseren Mündern kamen. Die Zeit verbrachten wir dann mehr oder weniger sinnvoll auf dem Weihnachtsmarkt (man bedenke 30.12.) in Braunschweig und als wir dann endlich unsere Karten hatten, ging es auch flott in das Akustikmonster Volkswagen-Halle. Ver-/Gepfiffen hat das Spiel Jürgen Unger, der "Boris Schmidt-Gedenk"-Schiedsrichter. In der Halle gestaltete es sich laut, aber undeutlich. Die Braunschweiger hörten die Bonner nicht, die Bonner die Braunschweiger nicht, und die Spieler hörten mit Sicherheit nur ein lautes Brummen. Und der Typ neben mit hat mir wahrscheinlich mein linkes Ohr mit seiner Tröte zerstört, aber eigentlich war es lustig. Und spannend obendrein. Nach einem katastrophalen ersten Viertel (für die Baskets) zeigte die Standpauke Mike Kochs anscheinend Wirkung und so war es sowohl zur Halbzeit als auch nach dem dritten Viertel ausgeglichen. Defense bei den Baskets blitzblank, nix zu meckern, super Blocks; Offense grausam mit einer Gesamttrefferquote von 37%, dafür haben die Baskets aber fast genausoviele Offensivrebounds geholt wie die Phantoms insgesamt (23:24). Das war dann auch ausschlaggebend für den letztlich verdienten Sieg der Bonner. Womit ich wieder bei den Schuhen wäre (bin ich natürlich nicht, aber irgendwie muss ich ja da hin kommen). Auf der Hinfahrt musste ich nicht nur den Bus und mein Ticket zahlen, sondern habe auch einen Euro für das Tippspiel gezahlt. Ich habe 67:74 getippt und damit nicht nur meine Finanzen nahezu ausgeglichen, sondern auch noch einen zwar kaputten, aber dafür unterschriebenen rechten Schuh von John Bowler gewonnen. Der gute Mann ist 2,04 Meter groß und hat Schuhgröße 46. Ich ... hab 48.
Sonntag hieß es Abschiednehmen
eingetragen am Montag, den 4. September 2006 um 15:31 Uhr
Letzten Freitag hab ich meinen Geburtstag und auch gleichzeitig meinen Abschied gefeiert, da es dann am Mittwoch für zunächst mal dreieinhalb Monate nach Philadelphia geht. Hier möchte ich mich nochmal bei allen bedanken, die diesen super Abend mit mir verbracht haben, allen voran natürlich die, die am längsten durchgehalten haben: Henna, Leander, Markus und Hannes, aber auch allen anderen nämlich Lilly, Markus, Charlotte, Miro, Laura, Moni, Johanna, Jan und Marie, die 4 Smets, die drei Schwarzens, die (leider nur) 3 Potthast, die 2 Rietmanns. Ich danke natürlich meinen Eltern, die das mit mir organisiert haben, meiner kleinen Lieblingsschwester und der (Party-)Kathi für die Musik.
Samstag sag dann alles ein wenig anders aus. Seit Mai/Juni habe ich nahezu täglich die Seite der Baskets besucht und der Zusammenstellung des neuen Teams mitgefiebert. Gab es letztes Jahr noch Spieler, die ich total unsympathisch fand und die auch nix gerissen haben, so ist dieses Jahr alles besser. Und ausgerechnet diese Saison soll ich kein Heimspiel der Baskets sehen können? Geht ja mal gar nicht. Also, Anne gepackt, Arturs Trikot gepackt und ab nach Rhöndorf zum RheinMain-Cup 2006, einem Vorbereitungsturnier von Bonn, Rhöndorf, Frankfurt und Köln. Die erste Partie gegen Rhöndorf geht klar an Bonn, auch wenn sie schwer ins Spiel fanden, aber Rhöndorf spielt halt nur 2. Bundesliga. Außerdem zog sich der effektivste Spieler der vergangenen Saison einen Achillessehnenriss zu und wird wohl sehr lange Zeit ausfallen. Im zweiten Spiel zeigte sich Frankfurt stark gegen den Deutschen Meister Köln und zog mit Bonn ins Finale. Sonntag gewann dann Köln das Spiel um Platz 3 gegen Rhöndorf und in einer spielerisch tollen Partie verwiesen die Baskets dann im Finale Frankfurt symbolisch auf den Tabellenplatz der letzten Saison (14. von 16). Endlich wieder Basketsfeeling und doch musste ich schon wieder Abschied nehmen. Naja, ich kann dann jetzt mal "richtigen" Basketball in der NBA sehen. Das wird lustig...
Stromausfall
eingetragen am Freitag, den 12. Mai 2006 um 00:06 Uhr
Im tiefsten Winter war es im Norden von NRW. Jetzt traf es den Süden. Naja, vielleicht war es nicht ganz so schlimm, aber zumindest ich war davon betroffen und auch unsere Nachbarn. Selbst der Mineralwasserbrunnen um die Ecke durfte eine Zwangspause einlegen. Es waren also mehrere Straßen betroffen. Aber wir waren auch keine drei Tage ohne Strom und haben uns nicht alle Glieder abgefroren, sondern nur eine gute Stunde bei wolkenlosem Sommerhimmel bei momentan 25° C. Irgendwann bog dann auch der Entstörungswagen von RheinEnergie bei uns in die Straße. Typisch, was soll man von so einem Anbieter auch anderes erwarten als einen Stromausfall ;-), wer so einen Basketballverein sponsort... Und nachdem dann endlich wieder Strom da war, funktionierte allerdings Fernseher, Telefon und Internet immer noch nicht, aber das hat sich dann auch nach zehn Minuten gegeben. Und wo wir gerade bei Basketball sind. Ich halt es mal wie Artur Kolodziejski, von dem ich auch das Trikot der Saison habe, und sage: Viel Glück ihr Kölner im Halbfinale gegen Bamberg. Es wird allerdings das erste und einzige Mal sein, dass ich euch ein Weiterkommen wünsche, aber bei einem Spiel von Bamberg muss mal einfach die andere Mannschaft unterstützen.
Am Aschermittwoch ist alles vorbei
eingetragen am Donnerstag, den 2. März 2006 um 05:09 Uhr
So, Karneval ist nun zuende und hiermit eröffne ich nun meinen Blog für die Öffentlichkeit. Auch dieses Jahr war der Zug in Alfter mal wieder ein krönender Abschluss. Seit langem bin ich mal wieder in einem Karnevalszug mitgegangen. Unser Motto: "Die Gallier kumme zur WM!" Demzufolge hatte wir einen Wagen mit Fußballfeld (echter Rasen aus Stephans Garten), in dessen Mitte ein Zaubertrankkessel mit integriertem 20-Liter-Kölsch-Fässchen war. Außerdem war an den Kessel noch eine Nebelmaschine angeschlossen und Christopher hatte bereitwillig seinen Laptop und sein Mischpult für die Musikversorgung bereitgestellt. Das Auto wurde diesesmal von Familie Schröder gestellt, die auch gefahren sind. Die Bassrollen aus Christophers und Stephans Autos haben wir aber dann weggelassen, weil das für einen doch so relativ kleinen Wagen etwas übertrieben schien. Nun ja, was hatte der Tag sonst noch so zu bieten? Der Henna hatte Geburtstag, ich hab endlich mal Jans Freundin Stefanie gesehen und ich hab dem Willi irgendeinen uralten, schon bröckeligen Likör angedreht, den ich im "Giftschrank" meiner Eltern gefunden habe. Achso, falls sich jemand noch für die alte Homepage interessiert, hab ich hier den dazugehörigen Link.
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