Kategorie: Allgemein

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Herzlichen Glückwunsch
eingetragen am Freitag, den 31. Oktober 2008 um 14:51 Uhr


Na das kann ja heiter werden
eingetragen am Mittwoch, den 9. Januar 2008 um 14:49 Uhr


Besuch aus Irland
eingetragen am Sonntag, den 11. November 2007 um 22:56 Uhr

Nachdem ich lange Zeit im Ausland verbracht habe, bekam ich nun die Quittung dafür in Person eines Gastes von der grünen Insel. Der Besuch war für Volker und mich extra mit dem Flugzeug gekommen, um mit uns ein Herbstwochenende in Bonn und Köln zu verbringen. Unser Besucher hört auf den Namen Tony. Er ist Redemptorist, 29 Jahre alt und ist wohnhaft in Scala in Cork.

Freitags holten wir ihn gemeinsam vom Bahnhof in Siegburg ab, nachdem er das hessische Bornheim in Frankfurt mittags verlassen hatte. Dort konnten wir uns gleich bei ihm für das irische Wetter bedanken, das er uns als Gastgeschenk mitgebracht hatte. Trotz des Nebels und des Regens schafften wir es sicher im Feierabendverkehr in das einzig wahre, rheinische Bornheim, wo schon Volkers Mutter mit dem Klassiker unter den rheinischen Spezialitäten – Mettbrötchen – auf uns wartete. Tony war doch reichlich überrascht, dass wir „raw meat“ einfach so essen, ohne davon krank zu werden. Nach dieser Stärkung ging es dann ab nach Bonn aufs Eis. Nach einigen Runden Schlittschuh laufen, beschlossen wir, dass wir am Glühweinstand wohl eine bessere Figur machten, außerdem wollten wir uns ja auf das anschließende Bonner Nachtleben vorbereiten.

Am nächsten Tag hieß es dann Shopping & Sightseeing in Köln. Man war das eine Lauferei! Kölner Dom hoch, Kölner Dom runter, jede noch so kleine Nebengasse durchlaufen, alle Märkte abgeklappert und schließlich den Dom dann auch noch von innen betrachtet (nicht nur von oben). Nachdem wir Köln abgegrast hatten, fuhren wir nach Bonn auf Sightseeing Tour und zogen uns anschließend total erschöpft eine Pizza und DVD rein. „Erschöpfung“ war Volkers Stichwort und so bekam er gerade einmal die erste halbe Stunde von „The good shepherd“ mit, aber auch ich hätte mal besser geschlafen, denn den roten Faden hatte ich auch schnell verloren.

Sonntag fuhren wir dann zur Redemptoristenkirche nach Bonn. Wir feierten die Heilige Messe und machten mit Pater Langer eine Hausführung in Schule und Kloster mit anschließendem Mittagessen im Kloster. Vom Kloster aus ging es für Volker auf den Drachenfels. Ich ging währenddessen zu den Telekom Baskets, die (natürlich) gewannen. Vom Drachenfels konnte sich Tony dann einen guten Eindruck von der Schönheit unserer Region machen. Er konnte das herbstliche Rheintal, das Siebengebirge und Bonn von oben betrachten und trotz durchwachsenen Wetters konnte man bis nach Wachtberg sehen. Und auch eine Zahnradbahn war unserem Iren eher unbekannt.

Anschließend trafen wir uns in Bonn alle wieder und dann stieß auch noch Vera, die für ein Jahr Aupair in Cork war, zu uns für den Abend. Der Abend war jedoch nicht sehr lange, weil alle am nächsten Morgen früh raus mussten. So musste ich den Zug von Bonn nach Krefeld nehmen, um am nächsten Morgen pünktlich um 7 Uhr bei Siemens zu beginnen. Leider gehen ja bekanntlich die schönsten Momente am schnellsten vorbei.


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The power of caffeine
eingetragen am Dienstag, den 6. November 2007 um 17:51 Uhr

„Montagmorgen, 8 Uhr 10, und die Woche nimmt kein Ende!“, so beschrieb ein guter Freund von mir das Phänomen des Montags.
Mein Leben hat sich ein klein wenig verändert. Mein Montag beginnt nicht mehr gemütlich um 8:10 Uhr, sondern etwas radikaler und ungemütlicher.
5:45 Uhr, es klingelt der Wecker. Er reißt mich aus dem tiefsten Tiefschlaf. Meine Güte, weiß mein Wecker denn nicht, dass ich ein „Abendmensch“ bin, das hab ich doch im Vorfeld meines Studiums in einem Workshop herausgefunden. Was soll’s, er wird es nicht einsehen und schaltet gleich darauf den Turbo ein, so dass ich alleine durch die Schallwellen des Dauergepiepes durch mein Bett geschleudert werde. Es entsteht nun ein kleiner, aber intensiver Kampf, der stets damit endet, dass mein Wecker an der gegenüberliegenden Wand in seine Bestandteile zerfällt, beschleunigt durch eine Kraft, die ich mir gar nicht zugetraut hätte, vor allem nicht in diesem Zustand.
Also steh ich mal auf, es hilft ja alles nichts. Langsam den Oberkörper aufrichten, Füße aus dem Bett nehmen, den rechten Fuß in den linken Schlappen setzen, den linken demzufolge in den rechten. Irgendwas stimmt hier nicht. Ach so, ich hab den rechten Schlappen links angezogen, dann muss ich den also mal schnell auf den rechten Fuß ziehen. Bewaffnet mit zwei Schlappen am rechten Fuß und keinem am linken stolpere ich langsam, aber bestimmt ins Badezimmer. Die Helligkeit ist überwältigend. Ich schlurfe auf meinen eigentlichen Wecker zu, den Spiegel. Ein Blick hinein, ich erschrecke mich zu Tode und bin gleich darauf hellwach. Erster Gedanke: Wer zerzaust mir eigentlich nachts immer so meine Haare? Das einzige andere Lebewesen, das ich sehen kann, ist Bugs Bunny auf meinem T-Shirt.
Zeitsprung: 15:00 Uhr. Sieben Stunden harte Mechanikerarbeit liegen hinter mir, drei Stunden prüfungsvorbereitender Fachkundeunterricht liegen noch vor mir. Lehrer: Der gute Herr Heyer. Er kann ja fast nix dafür, aber der Name ist Programm, egal ob ich Heia mache oder einfach nur schlafen gehe, der Unterricht lässt Sehnsüchte an meinen guten alten Wecker entstehen. Hätte ich ihn nur nicht in die ungewollte Symbiose mit Wand und Fußboden geführt. Langsam, aber sicher erscheinen auf den Tischen Thermoskannen und Redbull, in der Pause wird der Kaffeeautomat geplündert und die Schachtel Pocket-Coffee geht durch die Reihen.
18 Uhr: Endlich Feierabend. Wir kamen im Dunkeln, wir gehen im Dunkeln, Herbst ist echt was für Depressive. Jetzt geht der Spaß eigentlich aber erst richtig los. Ich lasse mich bis zum Hauptbahnhof mitnehmen, hetze zur Straßenbahn und fahre nach Hause. Dort angekommen bleibt mir eigentlich auch keine Zeit, noch nicht einmal zum Umziehen. Ich packe nur schnell meine Fechttasche und begebe mich in Arbeitskleidung zum Sport. Wenn ich dann um halb zehn endlich fertig und wieder zuhause bin, möchte ich eigentlich nur noch schlafen gehen. Aber da ist noch so ein Chaos auf meinem Fußboden. Kleine Zahnrädchen und Federn, Plastik, Batterien und LCD-Display schreien förmlich danach, wieder zusammengesetzt zu werden. Ich mach es, obwohl es eigentlich sinnlos ist, morgen fliegt das blöde Teil wieder gegen die Wand!

Krefeld
eingetragen am Donnerstag, den 18. Oktober 2007 um 17:20 Uhr

„Wer kennt das noch nicht? Nun zeigen Sie schon auf! Ich kenn Ihre Namen sowieso nicht. Ich rufe auch nicht Ihre Eltern an.“ (Prof. Dr. rer. nat. habil Karlheinz Schüffler, 18.10.07)
Da bin ich also wieder, lange hat man von mir nichts mehr gehört. Das lag wohl zum Einen daran, dass ich seit Anfang Juli zwischen zwei Kontinenten, drei Staaten, vielen Küsten und noch mehr Städten hin- und hergejettet bin. Von Philadelphia über San Diego, San Francisco, wieder Philadelphia und Frankfurt nach Bornheim. Von da aus über Weeze und Shannon nach Cork und wieder zurück und danach über Düsseldorf und Dublin nach Limerick und wieder zurück. Und jetzt bin ich in Krefeld ...
Krefeld, eine Stadt, deren Schönheit allein durch meine bloße Anwesenheit verdoppelt wird. Und jetzt mal ehrlich (trotz aller Arroganz meinerseits): das will schon was heißen. Eine Stadt etwas kleiner als Bonn, die als touristisches Highlight eine schwer verdreckte Statue eines Seidenwebermeisters aus längst vergangener Zeit vorzuweisen hat. Eine Stadt, in der man sich (gerade als Student) wunderbar das Biertrinken abgewöhnen kann, da der Geruch von halbfertiger Biermaische über der gesamten Hochschule liegt. Eine Stadt, bei der schon abends um sechs Uhr die Bürgersteige hochgeklappt werden.
Aber was soll das ganze Geläster? Krefeld, eine Stadt, die meine neue Heimat ist – zumindest für die nächsten vier Jahre.
„Psst! Hat der gerade ‚Krefeld’ und ‚Heimat’ in einem Satz benutzt? Wer studiert denn freiwillig in Krefeld?“ – Naja, so ganz freiwillig bin ich ja auch nicht hier. Eine kleine unbedeutende Firma namens SIEMENS hat mich mehr oder weniger dazu verdonnert. Aber die dürfen das auch. Schließlich mache ich ja auch noch eine Ausbildung da und die bezahlen mich fürs Studieren.
Also, ich will ja mal nicht meckern. Ich hab einen Studienplatz, ich hab einen Ausbildungsplatz, ich bekomme monatlich Geld und ich mache endlich wieder vernünftig Sport.

"Sommerpause"
eingetragen am Samstag, den 7. Juli 2007 um 07:44 Uhr


Am Aschermittwoch fing alles an
eingetragen am Donnerstag, den 1. März 2007 um 20:04 Uhr


Keine Macht den Drogen
eingetragen am Montag, den 15. Januar 2007 um 12:20 Uhr


Servicewüste Deutschland!?
eingetragen am Donnerstag, den 11. Januar 2007 um 09:13 Uhr

Wer kann da nicht ein Lied von singen? Unfreundliche Kassiererinnen im Supermarkt, die Telefongesellschaft kassiert mehr als sie in der Werbung angekündigt hat und der Bahnschaffner murmelt schlecht gelaunt etwas von „Personalwechsel: Fahrscheinkontrolle“.
Doch da gibt es jemanden (oder besser gesagt mehrere), der will (bzw. die wollen) mich eines Besseren belehren, und zwar genau das Unternehmen, bei dem ich mich jetzt als Pilot beworben habe, die Deutsche Lufthansa. Vergleichen wir doch einfach mal die Lufthansa mit US Airways, beide Mitglieder der „Star Alliance“. Erstens: Die Stewardessen der Lufthansa sind durchgängig hübscher. Zweitens: Die Flugbegleiter der Lufthansa sind ohne Ausnahme freundlicher; bestes Beispiel ist das ca. zwei bis drei Jahre alte Kind drei Plätze neben mir, um das sich bis zu drei Flugbegleiter gleichzeitig gekümmert haben. Wobei ich dann auch schon bei Punkt drei mit Hinweis auf die Überschrift wäre. Es geht um den Service an Bord. Wo man bei US Airways doch deutlich das Gefühl hat, tatsächlich nur Economy Class zu fliegen, kann man das bei der Lufthansa teilweise schon mal vergessen. Das Essen wurde nicht lieblos in Plastiktüten gehüllt, sondern in feste Schälchen gepackt und es hat auch (ungewöhnlich für Reisen mit dem Flugzeug) gut geschmeckt. Liegt vielleicht daran, dass es hier zum Nachtisch Kuchen und keine Zitronenkekse gab.
Vierter Pluspunkt für die LH ist die Behandlung meiner Person. Ich hatte ja den glücklichen Vorteil schon einen Tag früher ein Köln einchecken zu können und so stand mir tatsächlich eine freie Sitzplatzwahl zur Verfügung. Dementsprechend bot die nette Dame am Schalter mir einen Fensterplatz am Notausgang, sprich mit viel, sehr viieeel Beinfreiheit an. Und dann komm ich auch noch mal auf das Essen zurück. Während des Essens gab es Getränkenachschub, aber leider „nur“ Wein, Cola oder Wasser ohne Kohlensäure. Ich hab dann ein wenig mit der Stewardess geredet und gefragt, ob denn noch jemand mit Sprudelwasser käme. Das musste sie leider verneinen und so habe ich mich halt mit plattem Wasser begnügt. Knappe sieben Minuten später, ich war fertig mit dem Essen, kam die Stewardess noch mal wieder und drückte mir ein Glas Mineralwasser in die Hand. Das nenne ich mal ein gutes Gedächtnis. Als es dann noch eine Tasse Tee und ein Glas Baileys für umsonst gab, war ich vollkommen von der Lufthansa überzeugt.
Und dann wäre da noch Punkt fünf. Es mag ja komisch klingen, aber ich war doch froh, dass sich die männlichen Flugbegleiter nicht mit einer 1A Föhnfrisur a la Rudolph Moshammer und konsequentem Wackeln des Hinterteils offen zur Homosexualität bekannten. Obwohl ... der gute Mann mit eben genannter Verhaltensweise von US Airways sehr zu meinem Amüsement während des Fluges vor Weihnachten beigetragen hat.

Proud to be German
eingetragen am Sonntag, den 17. September 2006 um 12:03 Uhr

Was hab ich nicht alles in meinem Vorbereitungsseminar gelernt. Vieles über Irland, Nordirland und Argentinien, noch mehr über Kommunikation und wenig davon hat mich schwer vom Hocker gerissen. Aber alle Referenten, die zu Wort gekommen sind, haben eine Sache gemeinsam: Sie gaben mir und natürlich auch dem Rest der Truppe den eindringlichen Tipp nicht direkt alles mit Deutschland zu vergleichen. Gut, den Tipp hab ich mir - denke ich - bis jetzt gut zu Herzen genommen und auch befolgt. Das liegt aber auch daran, dass ich die Vergleiche nicht selber machen muss, sondern andere (und zwar Amerikaner) das für mich übernehmen.
Was nehmen wir jetzt aus der Sache heraus. Die Amerikaner haben viele Klisches über Deutsche, von denen ich aber auch schon manche an meiner Person habe bestätigt gesehen.
Erstens: Deutsche sind pünktlich (jedenfalls pünktlicher als Amis und das stimmt auch).
Zweitens: Deutsche Autos sind die besten und zeugen von unglaublicher Qualität. Jeder hier kennt Audi, BMW, Mercedes und VW.
Drittens: Deutsche essen Wurst. Das ist eines der netten Vorurteile von Father Bruce, die man ihm auch nicht ausgeredet bekommt. Es meint dann immer, weil wir nicht täglich zwei Kilo Wurst essen, seien wir keine richtigen Deutschen.
Viertens: Tja, eigentlich müsste das hier stehen, aber das Vorurteil über rechtsradikale Deutsche hat hier (fast) keiner mehr. Peter (auch Redemptorist) meinte sogar zu mir, dass Hitler ja gar kein Deutscher war, sondern Ösi. Ich hab erst einen gesehen, der Witze über die deutsche Vergangenheit gemacht hat und der war erstens vom St. Lucia und zweitens ziemlich betrunken, aber ich hab ihm trotzdem meine Meinung dazu gegeigt.
Fazit: Es ist schön, als Deutscher im Ausland ein solches Ansehen zu genießen, denn es gibt hier wirklich nur wenige, die schlecht über mein Heimatland sprechen

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