Kategorie: Medien

Pirates of the Caribbean: At World's End
eingetragen am Montag, den 28. Mai 2007 um 05:42 Uhr

Gore Verbinski hatte ein Meisterwerk geschaffen. Mit "Fluch der Karibik" kam 2003 seit langer Zeit ein fantastischer Piratenfilm in die Kinos. Verbinski hat einfach die perfekte Mischung aus Klischees, atemberaubender Kulisse, Abenteuer, Action, Komödie, Romanze, Filmmusik, schrägen Charakteren, ein paar Flüchen und bekannten Schauspielern zusammengefügt und einen überaus unterhaltsamen Film erstellt.
Aber wie so häufig steigt einem Regisseur ein solcher Erfolg zu Kopfe und er versucht, den Erfolg noch stärker auszunutzen. Ein Phänomen, dass viele schon an der Matrix-Triologie erkannt haben. Überhaupt weisen Matrix und Fluch der Karibik erstaunliche Parallelen auf. Die jeweils ersten Teile enden mit einem für Hollywood perfekten Ende, die Probleme sind weitestgehend gelöst und alle sind glücklich. Teil zwei muss neu anfangen, im Falle von Fluch der Karibik auch noch neue Bösewichte kreieren, die Geschichte wird reichlich verwoben und vor allem Verbinski versucht, die Charakterzüge der einzelnen Personen hervorzuheben. Was sich im ersten Teil als Glücksgriff herausgestellt hat, entwickelt sich dann zu einem teilweise überzogenen Krampf und einem verzweifelten Festhalten an bewährten Filmelementen. Der zweite Teil endet (wie Matrix) in der Mitte der Handlung, der Held ist tot (bzw. nahezu tot) und dann setzt der Regisseur noch einen drauf: Viele Menschen konnten ja das Vorhandensein von Untoten im ersten Teil aushalten, schließlich ist es nur ein Film, aber das Auferstehen von den Toten sollte man doch Jesus überlassen.
"Am Ende der Welt" ist dann der Höhepunkt der Übertreibung. 170 Minuten überladene Bilder und unlogische Handlung. Die erste Szene zum Beispiel wird nie wieder im Film aufgegriffen und steht in keinem Zusammenhang zu den ersten beiden Teilen. Weitere größenwahnsinnige Elemente sind die Reise der Crew unter Captain Barbossa von der Karibik nach Singapur (man bedenke, dass damals noch keine Rede von einem Panama-Kanal war) und weiter Richtung Nordpol in eine riesige Gletscherhöhle, in der ein übertrieben überdimensionaler Wasserfall in das Reich der Toten führt. Und auch hier ist das Auferstehen von den Toten sehr einfach, da man "nur" unter Vernachlässung sämtlicher physikalischer Gesetze ein Schiff kentern muss. Dass die Hochzeitsszene in Mitten einer Schlacht gute acht/neun Minuten dauert, dass die verfeindeten Gruppen zu Westernmusik zum Verhandeln zusammenkommen, dass der Hauptbösewicht zwar stirbt, aber zwei Minuten lang von keinem der Milliarden umherfliegenden Holzsplitter getroffen wird, dass eine 20m große Göttin auftaucht und dass die finale Schlacht in einem mehrere hundert Meter breiten Strudel stattfindet, ist dann eigentlich nur noch dass Sahnehäubchen des Wahnsinnes.
Positiv anrechnen muss man allerdings den Auftritt von Keith Richards, der ruhig länger hätte ausfallen können, und die Verwendung von historisch belegten Piratencharakteren und deren Flaggen.

Kino der besonderen Art
eingetragen am Dienstag, den 27. März 2007 um 09:17 Uhr


Am Aschermittwoch fing alles an
eingetragen am Donnerstag, den 1. März 2007 um 20:04 Uhr


Internet Explorer
eingetragen am Sonntag, den 4. Februar 2007 um 06:32 Uhr


Sehr innovativ
eingetragen am Dienstag, den 12. September 2006 um 06:31 Uhr


Google sei Dank
eingetragen am Donnerstag, den 3. August 2006 um 16:13 Uhr


Die Festplatte raucht...
eingetragen am Montag, den 31. Juli 2006 um 20:53 Uhr


Moi, je déteste le pourriel ...
eingetragen am Dienstag, den 23. Mai 2006 um 20:13 Uhr


Erster!!!
eingetragen am Dienstag, den 16. Mai 2006 um 18:32 Uhr


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eingetragen am Donnerstag, den 4. Mai 2006 um 17:39 Uhr