Urlaub
eingetragen am Montag, den 9. Juli 2007 um 05:18 Uhr

Aus dem Zivildienstgesetz (§14c): „Anerkannte Kriegsdienstverweigerer (KDV) werden nicht zum Zivildienst herangezogen, wenn sie sich [...] zu einem freiwilligen Dienst nach dem Gesetz zur Förderung des FSJ verpflichtet haben. Der Dienst [...] hat eine ganztägige, auslastende Hilfstätigkeit über mindestens zwölf Monate einschließlich einer pädagogischen Begleitung mit einer Dauer von 25 Tagen sowie 26 Tagen Urlaub zu umfassen.“
26 Tage Urlaub ... ich glaube, die haben wir voll ausgenutzt. Mal davon abgesehen, dass auch viele Menschen nach Philadelphia fahren, um dort Urlaub zu machen, waren wir in New York, Washington, Boston, Chicago und jetzt an der Westküste der USA, in San Diego und San Francisco. Nach meiner Rückkehr nach Deutschland werde ich dann noch einen drauf legen und mich zweimal für jeweils eine Woche nach Irland verabschieden. Innerhalb der 12 Monate meines FSJs werde ich mindestens 15 mal ein Flugzeug und 9 mal einen Zug bestiegen haben, mich so um die 65 Stunden in der Luft und ca. 80 Stunden auf der Schiene aufgehalten haben. Aber genug der Zahlen, zurück zum Urlaub!
Wir waren in der „City of brotherly love“ (Philly), der „Windy city“ (Chicago) und der „Fog city“ (San Francisco). Und leider machte jedes Mal der Name Programm. In Philly laufen haufenweise Schwule rum, Chicago ist übelst windig und daher sehr kalt und bis jetzt konnten wir die Golden Gate Bridge noch nicht ohne Nebelschleier betrachten. Das Wetter ist aber auch sehr eigenartig. San Francisco ist mehr oder weniger dauerhaft in Nebel getaucht, während auf der anderen Seite der Golden Gate Bridge dauerhaft die Sonne scheint. Aber immerhin haben wir sie gesehen. Genauso wie einen Haufen sehr sehr großer Bäume in einem Nationalpark, die berühmten Cable Cars, die kurvenreichste Straße der Welt und morgen kommt auch noch Alcatraz.
Aber ich sollte auch San Diego nicht vergessen. Direkt an der mexikanischen Grenze gelegen, herrscht dort ein herrliches Wetter: Nie Schnee, fünf Tage Regen im Jahr, 365 Tage im Jahr 22°C als Durchschnittstemperatur und direkt am Strand. Dort (am Strand) haben wir dann auch den amerikanischen Unabhängigkeitstag gefeiert, zusammen mit 500000 anderen Menschen aus der ganzen Welt. Nette Party, mal davon abgesehen, dass um Punkt 8 Uhr abends ein Helikopter über den Strand flog und uns erklärte, dass Alkoholkonsum am Strand ab 8 Uhr verboten sei und das wurde dann auch noch von einer Menge Polizei überwacht, etwas nervig, aber trotzdem hatten wir eine Menge Spaß.

» Zu den Bildergalerien: San Francisco, San Diego


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